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| Einsatzbericht vom 28.07.2004 |
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Großeinsatz bei Rexam Nienburg: Defekte Glasschmelzwanne verliert große Menge Flüssigglas
Ein Leck in einer Glasschmelzwanne der Firma Rexam in Nienburg sorgte gegen 22.30 Uhr am 28. Juli 2004 für einen Großeinsatz der örtlichen Einsatzkräfte.
Bis zum Nächsten Tag waren diese damit beschäftigt, das ca. 1300 Grad heiße, austretende Flüssigglas mit Wasser zu kühlen. Eine weitergehende Schadensbekämpfung ist in so einem Fall nicht möglich.
Nach der Erstalarmierung waren die Werkfeuerwehr und die Ortswehren aus Nienburg sofort vor Ort, stellten jedoch fest, dass diese Schadenslage allein nicht zu bewältigen war. Unmittelbar anschließend wurde eine Vielzahl von weiteren Wehren alarmiert, insgesamt waren ca. 280 Kräfte im Einsatz. Sie wurden am nächsten morgen durch die Kreisbereitschaft mit etwa 120 Personen abgelöst, so dass insgesamt annähernd 400 Kräfte im Einsatz waren.
Das war auch erforderlich, da aufgrund der hohen Temperaturen und dem starken heißen Wasserdampf die Einsatzkräfte nach kurzer Einsatzdauer immer wieder ausgetauscht werden mussten. Aus der defekten Wanne sind ca. 400 Tonnen Flüssigglas ausgetreten. Solch ein Schaden kann nur durch das Auslaufenlassen der Masse und Kühlen bekämpft werden. Die glühende Masse verhält sich dabei ähnlich wie Lava, alles muss stark gekühlt werden, um weitere Schäden zu verhindern Das gilt auch für Gebäudeteile und Träger, die sich bei diesen hohen Temperaturen verformen könnten und dann Folgeschäden verursachen würden. Über Nacht wurden zum Kühlen etwa 3.500 bis 5.000 Liter Wasser pro Minute eingebracht.
Ab den frühen Morgenstunden wird die ausgetretene Glasmasse weiter gekühlt, bis sie vollständig erkaltet ist. Erst dann kann sie aus dem Gebäude mit entsprechendem Gerät entfernt werden.Neben den Feuerwehreinsatzkräften war auch die Schnelle Einsatzgruppe des DRK Nienburg vor Ort und sorgte für Getränke und Verpflegung der Einsatzkräfte.
Insgesamt wurden für das Kühlen gut 10.000 m Schlauchleitung verlegt, alle verfügbaren Schlauchwagen des Landkreises wurden dazu herangezogen. In Spitzenzeiten wurde aus 10 B- und 15 C-Leitungen Wasser auf die glühende Glasmasse aufgebracht.
Fotos/Bericht: Pressestelle LK Nienburg
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